Kommunales Kino Bremerhaven > Willkommen beim Kommunalen Kino Bremerhaven

Herzlich Willkommen auf den neuen Internetseiten des
Kommunalen Kino Bremerhaven e.V.

Hier finden Sie unser wöchentliches Programm mit Informationen zu den von uns für Sie ausgesuchten Filmen.
Wenn Sie regelmäßig per eMail über unser Filmangebot informiert werden möchten, abonnieren Sie bitte unseren Newsletter.

Viel Spaß und gute Unterhaltung im KoKi Bremerhaven!

 

 

 

Unser aktuelles Koki Filmprogramm

01.02.2012 Dreiviertelmond 18.00/20.30

Helmut (Elmar Wepper), ein mürrischer Taxifahrer aus Nürnberg, hat am liebsten seine Ruhe und verschanzt sich hinter einem Panzer aus Selbstgenügsamkeit und Ablehnung alles Fremden und Neuen. Da sitzt auf einmal die sechsjährige Hayat (Mercan Türkoglu)auf seiner Rückbank. Das türkische Mädchen spricht kein Wort Deutsch, ist ohne Angehörige in Nürnberg gestrandet und auf seine Hilfe angewiesen. Helmut tut einiges, um das ihm lästige Kind loszuwerden, bei der Polizei, bei anderen Türken, alles vergeblich. Doch wie das Leben so spielt, ganz allmählich nähern sich die beiden an und langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen diesen in jeder Hinsicht verschiedenen Menschen. Regisseur Christian Zübert hat keinen weiteren Film über die Problematik der Türken in Deutschland gedreht. Er kennt ganz einfach das Milieu. Seine Frau ist Türkin und hat am Drehbuch mitgearbeitet. Entsprechend authentisch wirken die Drehorte und Details. Vor allem aber ist dieser Film eine Charakterstudie mit dem wunderbar spielenden Elmar Wepper und der kleinen Mercan Türkoglu, die dem gewieften Profi-Schauspieler in jeder Szene ebenbürtig ist. Eine stimmige und warmherzige Komödie mit einem auf den Punkt gecasteten Schauspieler-Ensemble.Deutschland 2010,

Regie: Christian Zübert, Darsteller: Elmar Wepper, Mercan Türkoglu, Ivan Anderson
ab 6,
94 min

0 8.02.2012 Cirkus Columbia 18.00/20.30

Bosnien im Jahre 1991. Der Vielvölkerstaat Jugoslawien zerfällt und der Bürgerkrieg aller gegen alle zeigt sich schon drohend am Horizont. Doch zuvor will der großspurige Divko (Miki Manojlovic) noch einmal die Sau raus lassen. Nach 20 Jahren in Deutschland kehrt er mit dickem Mercedes und attraktiver Geliebter in sein Heimatdorf zurück. Das erste, was er tut, ist seine Ex-Frau Lucija (Mira Furlan) mitsamt dem gemeinsamen Sohn Martin (Boris Ler) aus ihrem Haus hinauszuwerfen, das ihm noch immer gehört. Die private Tragödie wird aber alsbald überschattet von den sich Bahn brechenden innerjugoslawischen Bruderkämpfen. Kroaten gegen Serben gegen bosnische Moslems gegen usw. Diese politische Großwetterlage betrifft auch bald Divkos kleines Dorf, in dem sich jahrzehntelang friedlich zusammen lebende Nachbarn auf einmal erbittert bekämpfen. Dem bosnischen Regisseur Danis Tanovic gelingt es in sehr authentischer Weise zu zeigen, wie die große Politik sozusagen eins zu eins das private Zusammenleben einzelner Menschen bestimmt und zerstört. Der 2002 für „No Man’s Land“ errungene Auslands-Oscar hat die Latte für Tanovic sehr hoch gelegt, aber er reißt sie nicht. Besonders überzeugend, wieder einmal, Miki Manojlovic in der Rolle des aufgeblasenen Divko. M.M. glänzte ja bereits in „Irina Palm“ und „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“.Bosnien-Herzegowina 2010,

Regie: Danis Tanovic,
Darsteller: Miki Manojlovic, Mira Furlan, Boris Ler,
ab 12,
113 min

15.02.2012 Strajk Die Heldin von Danzig 17.30/20.30

Im Rahmen der Literarischen Woche und in Kooperation mit der Volkshochschule

Danzig 1979: Miserable Arbeitsbedingungen herrschen auf der dortigen Lenin-Werft und ebensolche Lebensbedingungen im ganzen Land. Die Werftarbeiter erheben sich schließlich und streiken für eine Verbesserung ihrer Lage und Betriebe in ganz Polen schließen sich dem Arbeitskampf an – mit Erfolg. Das Ergebnis ist die Zulassung der ersten unabhängigen Gewerkschaft in Polen, Solidarnosc. Als Protagonist und Aushängeschild dieser Arbeiterbewegung gilt der charismatische Führer Lech Walesa, andere Namen verschwinden im Vergessen. Regisseur Volker Schlöndorff dreht in seiner Verfilmung der Vorgänge den Spieß um. Walesa spielt nur eine Nebenrolle und auch die vielen Arbeiter mit ihren Familien stehen keineswegs im Vordergrund. Schlöndorff ersetzt Walesa durch Anna Walentinowicz, eine der Mitbegründerinnen von Solidarnosc. Im Film heißt sie Agnieszka Koslowska und wird „die Heldin von Danzig“. Die Kranfahrerin, gespielt von Katharina Thalbach,  wird zum Zentrum der Arbeitermasse. Für diese Rolle erhielt Thalbach den Bayerischen Filmpreis für die beste Hauptdarstellerin.

Deutschland/Polen 2006,
Regie: Volker Schlöndorff, Darsteller: Katharina Thalbach, Dominique Horwitz, Andrzej Chyra,
ab 12,
104 min

22.02.2012 Cheyenne 18.00/20.30

Der alternde Rockstar Cheyenne (Sean Penn) hat mittlerweile die 50 erreicht und ruht sich in seiner Wahlheimat Irland auf seinen Millionen aus. Der  Tod seines jüdischen Vaters führt ihn nach New York. Er beschließt, dessen Lebenswerk zu Ende zu führen, das heißt, den ehemaligen KZ-Wärter Alois Lange zu finden. Der SS-Mann Lange hatte seinen Vater in Auschwitz gepeinigt. Cheyenne begibt sich auf einen Feldzug quer durch die USA, um stellvertretend Rache zu nehmen. Der Regisseur Paolo Sorrentino präsentiert ein fesselndes Road-Movie vom grünen Irland durch die amerikanische Prärie bis zur weißen Schneelandschaft beim großen Showdown. Das Trauma des Holocaust kollidiert mit dem gebrochenen Mythos Amerikas.  Sperrig, aber großartig die Leistung des zweifachen Oscar-Preisträgers Sean Penn, veredelt durch den Soundtrack des Talking Heads-Musikers David Byrne.  Diese Odyssee durch Amerika ruft, hin und wieder, Erinnerungen wach, an den Wim Wenders-Klassiker „Paris, Texas“.

Italien/Irland 2011,
Regie: Paolo Sorrentino, Darsteller: Sean Penn, Frances McDormand, Harry Dean Stanton,
ab 12,
118 min,
Original mit Untertiteln

Theater & Kino | 26.02.2012 Matinee: Die Frau, die singt 11.00

Der Theatertext zu VERBRENNUNGEN von Wajdi Mouawad wurde auch bekannt durch die Verfilmung des Regisseurs Denis Villeneuve unter dem Titel DIE FRAU DIE SINGT.

In Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Bremerhaven und anlässlich der dortigen Premiere am 11. Februar im Großen Haus präsentieren wir erneut den Film „Die Frau, die singt",

Zu Beginn wird das Schauspielensemble Ausschnitte aus dem Theatertext lesen. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch mit dem Ensemble, Bernd Glawatty vom Kommunalen Kino e.V. und Natalie Driemeyer vom Stadttheater Bremerhaven.

Zum Film: Den Zwillingen Jeanne und Simon wird nach dem Tod ihrer Mutter Nawal deren Testament eröffnet. Sie sollen ihren totgeglaubten Vater finden und ihren Bruder, von dessen Existenz sie bislang überhaupt nichts wussten. Der Auftrag führt die beiden in den Libanon, von wo die Familie einst nach Kanada ausgewandert war. Dabei enthüllt der Film vor dem Hintergrund des libanesischen Bürgerkrieges nach und nach eine Wahrheit, die geradezu unglaublich ist. Was wie ein Krimi beginnt, wird zu einer Tragödie antiken Ausmaßes.


Kanada 2010,
Regie: Denis Villeneuve,
ab 12,
130 min

Mitglieder des KoKi und des Theater-Fördervereins zahlen einen ermäßigten Eintritt.

Die Inszenierung VERBRENNUNGEN von Tobias Rott ist im Stadttheater zu sehen:
15., 18. Februar; 2., 12. März und 5. April.

29.02.2012 Halt auf freier Strecke 18.00/20.30

Beim 40-jährigen Frank (Milan Peschel) wird ein Gehirntumor festgestellt, er hat nur noch wenige Monate zu leben. Die kurze, letzte Zeit will er ganz bewusst im Kreise seiner Familie verbringen. Das führt alle Beteiligten an den Rand ihrer Kräfte. Frank vergisst immer mehr, wird reizbarer, verlässt am Ende kaum noch das Bett. Seine Frau Simone (Steffi Kühnert) leistet Übermenschliches bei der Pflege ihres Mannes. Sohn und Tochter erleben alles aus nächster Nähe und versuchen, mit ihren Mitteln damit klarzukommen. Regisseur Andreas Dresen interessiert sich für Menschen, die im Kino sonst eher selten vorkommen, Menschen wie Du und Ich. Auch seine Themen sind bodenständig und familiär. In „Halt auf freier Strecke“ plädiert er leise und eindringlich dafür, dass Krebskranke im Kreise ihrer Familie sterben sollten, damit der Tod, als etwas nicht mehr Fremdes, auch für die Kinder seinen Schrecken verliert. Ein großer und anrührender Film über das Sterben und das Abschiednehmen.

Deutschland 2011,
Regie: Andreas Dresen, Darsteller: Milan Peschel, Steffi Kühnert, Inka Friedrich,
ab 6,
110 min

Vorschau bis 03.2012

07.3. Der Gott des Gemetzels

14.3. Jane Eyre

21.3. Die Höhle der vergessenen Träume

28.3. Habemus Papam